Frauentreff mit Renate Künast

Heute habe ich mich mit Renate Künast und vielen – zum großen Teil selbständig tätigen – Frauen aus dem Bezirk getroffen, um aktuelle politische Themen speziell aus der Sicht von Frauen zu diskutieren.

Foto: Nina Stahr und Renate Künast im Gespräch mit FrauenVor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde dabei problematisiert – obwohl viele Väter sich inzwischen auch in der Familienarbeit einbringen, sind nach wie vor Frauen mit diesem Problem stärker konfrontiert als Männer. Hier wollen wir Grüne ansetzen und endlich die politischen Rahmenbedingungen ändern – statt in das sinnlose Betreuungsgeld wollen wir in Kitaplätze und Ganztagsschulen investieren, damit Eltern wirklich frei entscheiden können, ob und wie lange sie nach der Geburt ihres Kindes zu Hause bleiben wollen. Wie nötig hier ein Umsteuern ist, hat das Gespräch mit den betroffenen Frauen gezeigt. Gerade für Alleinerziehende ist die Rückkehr in den Beruf oft schwierig. Die Betreuung durch das Jobcenter ist oft nicht passgenau und nicht zielführend. Hier will ich mich für neue und bessere Lösungsansätze einsetzen, wenn ich in den Bundestag gewählt werde.

Ein weiteres Thema war die Stellung von Frauen in der Wirtschaft. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf haben wir einige erfolgreiche Unternehmerinnen, die ihre Firmen beispielhaft führen. Ich begrüße es, dass sie sich vernetzen und gegenseitig unterstützen. Dazu wird im September eine eigene Genossenschaft gegründet (mehr dazu hier). Von diesen positiven Beispielen kann auch die Politik lernen und sie nutzen, um anderen Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen funktionieren können.

Auch die Problematik, dass viele Unternehmen kaum noch ausbildungsfähige Jugendliche finden, die bei ihnen die Lehre absolvieren können, haben wir diskutiert. Als Lehrerin an einer Integrieten Sekundarschule kann ich dieses Problem gut nachvollziehen. Mir liegt daran, dass wir hier an die Ursachen in der Bildungspolitik gehen. Wir müssen unsere Schulen endlich finanziell und personell so ausstatten, dass sie in der Lage sind, Schülerinnen und Schüler wirklich auf die Anforderungen in der Berufswelt vorzubereiten. Auch dafür will ich mich im Bundestag einsetzen, z.B. durch die Abschaffung des Kooperationsverbots.